Schachtreff bei der Spielemesse 2009
Bei der im November 2009 stattgefundenen Süddeutschen Spielemesse auf dem neuen Messegelände beim Flughafen, beteiligten sich der Schachverband Württemberg SVW und die Württembergische Schachjugend WSJ, mit Unterstützung des Schachbezirks Stuttgart, wieder mit einem attraktiven Programm und Schachstand.
Die dargebotenen Schachaktionen, vom Schachlösewettbewerb über freies Schachspiel bis hin zu Simultanschach waren wieder ein Erfolg für den Schachverband sowie der WSJ und ich denke auch für die Messebesucher selbst. Dies wurde durch die rege Teilnahme an den angebotenen Aktionen dokumentiert. Speziell am Samstag und Sonntag war die „Hölle los“! Ein freier „Schachtisch“ war fast nur noch mit massivem Körpereinsatz zu ergattern, ganz im Gegensatz zu Donnerstag und Freitag (normale Schul- und Arbeitstage), bei denen es eher sehr ruhig zuging. Dennoch wurde am Donnerstag die Simultanveranstaltung von Michael Meier, 1. Vorsitzender der WSJ gut angenommen, er spielte gegen ca. 12 schachinteressierte Besuchern. Am Freitag trat dann der ehemalige Präsident des SVW und FM Dr. Hans Ellinger, simultan gegen ca. 20 Gegner an und er gab nur 2 Partien ab, den Rest entschied er für sich.
Am Samstag spielte, bei fast immer voll besetzten Schachbrettern, das junge Schachtalent der SSF 1879, IM Andreas Strunski ebenfalls Simultan gegen ca. 35 Teilnehmer und er schlug sich mit 3 Remis und nur 2 Verlustpartien ganz hervorragend. Am Sonntag trat dann der erst 16-jährige Jugendspieler vom SC Tamm, Alexander Schäfer, zum Simultan an. Er spielte innerhalb 3,5 Stunden gegen ca. 40 Schachspieler, gewann davon 35, gab 3 remis ab und verlor 2 Partien, eine sehr respektable Leistung des erst 16- jährigen Schachtalent aus Tamm.
Der Schachlösewettbewerb mit einfachen, aber sehr originellen "Einzügern" für Anfänger und Hobbyspieler, war besonders am Samstag und Sonntag ständig von heftig diskutierenden Besuchern umlagert. Manche zweifelten an Ihren vermeintlich guten Schachkenntnisse, da sie die richtige Lösung einfach nicht fanden. Es war auch nicht ganz leicht zu merken, dass eigentlich ein ungewöhnlicher Überraschungszug, an dem man oft nicht denkt, zum einzügigen Matt führte.
wer setzt matt in einem Zug?
Weiß? Schwarz? oder können beide „matt setzen“?
Auch für die Profis oder "Fortgeschrittenen" gab es noch eine richtig, knackige Schachaufgabe „Matt in 3 Zügen“, die wirklich nur von wenigen Teilnehmern gelöst wurde, obwohl manche „Löser“ bis zu 1,5 Stunden versuchten die richtigen Züge zu finden. Siehe Aufgaben-Diagramm!
matt in 3 Zügen; von E. Schulze 1965
Am Sonntag Nachmittag, kurz vor dem Ende des Messetages, wurde neben den obligatorischen Sachpreisen der heiß begehrte Schachpokal aus den richtigen Lösungen aller 4 Tage (ca. 200 Lösezettel), ausgelost. Der glückliche Gewinner des SVW-Pokals war Karl-Heinz Grashoff aus Leinfelden-Echterdingen, der diesen Pokal wahrlich verdiente, denn Herr Grashoff, eine ehemaliger Porsche-Betriebsschachspieler, war an allen 4 Messetagen ein ständiger Gast unseres Standes.
Abgerundet wurde diese Schachveranstaltung mit einem Schachverkaufsstand vom „SchachDepot – Stavridis Sotirios bei dem es auch Gelegenheit gab diverses Schachmaterial, einschließlich Schachlehrbücher, käuflich zu erweben, bzw. sich darüber ausreichend zu informieren.
Der Schachpräsentationsstand und die durchgeführten Schachtreff-Aktionen standen unter der organisatorischen Leitung von Walter Pungartnik, Breitenschachreferent und Vizepräsident des SVW und Michael Meier, 1. Vorsitzender der WSJ. Besonders erwähnt und gedankt sei hier dem Breitenschachreferent vom Bezirk Stuttgart, Thomas Awiszus, der alle 4 Tage im Einsatz war und der Fam. Rosi und Klaus Bornschein von der SG Vaihingen/Rohr, sowie Klaus-Peter Krüger, die volle 3 Tage im Einsatz waren. Aber auch den anderen Helfern dieses Schachstands herzlichen Dank an dieser Stelle, denn sie haben alle dazu beigetragen, dass diese Schachpräsentation wirklich ein voller Erfolg für den SVW / WSJ wurde.. An dieser Stelle sei auch der Messeleitung, stellvertretend bei Kerstin Heim, für die stets gute Betreuung besonders gedankt.
Ihr Breitenschachreferent und Vize, Walter Pungartnik und Michael Meier, 1. Vorsitzender der WSJ.
