Regiocup und Promiturnier
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Zum Abschluss des Jubiläumsjahres des Schachverbands wurde im „SpOrt“ in Stuttgart der Regio-Cup für die U 16 ausgetragen. WSJ-Vorsitzender Michael Meier und SVW-Vizepräsident und Breitenschachreferent Walter Pungartnik schickten die Sieger der einzelnen Jugend-Grand-Prix in die fünf Runden des großen Finales. Spannende Partien und harte Kämpfe wurden am Ende mit Pokalen und Buchpreisen belohnt.
Kopf an Kopf gingen mit jeweils 4,0 Punkten Ulrich Zimmermann, Alexander Alber und Georg Braun in dieser Reihenfolge durch die Ziellinie – lediglich getrennt durch die Buchholzwertung. Allesamt blieben sie unbesiegt, die direkten Duelle brachten jeweils ausgekämpfte Unentschieden. Lohn waren Pokale für alle drei Spieler. Doch auch die anderen Teilnehmer gingen nicht leer aus. Wertvolle Schachbücher wurde ihnen vom WSJ-Vorsitzenden Michael Meier überreicht. Michael Bofinger, Geschäftsführer der gastgebenden „Sportregion Stuttgart“ fand die Idee ganz toll und beglückwünschte alle Teilnehmer für ihre gute Leistung. Weitere Unterstützung und die Fortsetzung im nächsten Jahr stellte er in Aussicht. Die weiteren Platzierungen des Regio-Cup: 4. Alexander Ropertz (TSF Ditzingen), 5. Kai Dölker (SV Wolfbusch) beide 3,0 Punkte, 6. Manuel Weber (SF Waldstetten) 2,5 Punkte, 7. Tim Winkler (SF Deizisau), 8. Conner Manns (SC Ostfildern), 9. Tom Alferi (SpVgg. Böblingen), 10. Marko Erkic (SV Schwaikheim) alle 2,0 Punkte, 11. Christian Gheng (SC Leinfelden) 1,5 Punkte und 12. Benjamin Ropertz (TSF Ditzingen) 0 Punkte.
Dr. Löffler überragender Spieler
„Großartig, dass Sie alle Zeit gefunden haben“, lobte SVW-Präsident in seiner Begrüßung die Prominenten, die in Zweierteams mit Jugendlichen zu einem nicht ganz ernst zu nehmenden, aber doch ernsthaften „Partnerschafts-Turnier“ angetreten waren. SpOrt-Chef Michael Bofinger wurde ins Team mit Alexander Alber gelost. „Achtung, die Dame!“ Ja, kleine Tipps waren bei diesem spaßigen Event erlaubt, auch wenn das meistens nicht nötig war, denn die Prominenten bewiesen überraschend gute Kenntnisse.
Einen astreinen Sizilianer zauberte beispielsweise Dr. Hans-Ulrich Rülke nebenan aufs Brett. Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im Stuttgarter Landtag musste mit seinem Partner Georg Braun lediglich eine Niederlage hinnehmen. Alle Achtung! Großartig spielte auch Dr. Friedrich Gackenholz vom Innenministerium Baden-Württemberg. Mit Marko Erkic bildete er ein starkes Team – der zweite Platz war am Ende ein tolles Ergebnis.
Fast unglaublich, dass auch Prof. Dr. Bernd Domres von der Universität Tübingen Zeit für diesen außergewöhnlichen „Werbenachmittag für den Schachsport“ fand. Der Chirurg reist nämlich als einer der bekanntesten Katastrophenmediziner mit dem „humedica-Team“ ständig um die Welt, um in Krisengebieten mit massenhaften Verletzten Leben zu retten. Mehrfach war er letzthin auf Haiti, aber auch in Asien eingesetzt worden. Klar, dass nicht mehr viel Zeit zum Schachtraining beim SV Tübingen bleibt. Gemeinsam mit Christian Gheng schaffte er aber trotzdem einen Mannschaftssieg und ein Unentschieden.
Auch SVW-Präsident Bernhard Mehrer und WSJ-Vorsitzender Michael Meier hatten sich zur Verfügung gestellt und kämpften mit Alexander bzw. Benjamin Ropertz um die Punkte. Ergänzt wurde die Konkurrenz durch ein reines Jugendteam mit Conner Manns und Kai Dölker. Überragend aber war das Team Dr. Reinhard Löffler/Manuel Weber. Sie gaben im gesamten Turnier nur ein einziges Remis ab und gewannen die Gesamtwertung souverän. IBM-Direktor Dr. Löffler, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, untermauerte den in seiner Homepage stehenden Spruch „Schach ist mein Hobby“ eindrucksvoll. Der 56-jährige gebürtige Offenburger aus Stuttgart legte eine atemberaubende Siegesserie hin und blieb ohne jeden Punktverlust, was ihm – zumindest in diesem Promi-Turnier die „absolute Mehrheit“ einbrachte.
Trophäen für die Promis
Mit Freude überreichte ihm Walter Pungartnik dafür eine Schachtrophäe, einem glänzend blauen Würfel als Pokal. Aber auch alle anderen wurden ausgezeichnet, als Dank für die Teilnahme an diesem außergewöhnlichen Turnier. Das Ergebnis war zweitrangig, das partnerschaftliche Miteinander hatte oberste Priorität. Dennoch wurde das Turnier ausgewertet, zu den erzielten Punkten am Brett wurden je nach DWZ und Alter auch noch Bonuspunkte vergeben. In der Endabrechnung ergabe sich folgende Reihenfolge: 1. Dr. Reinhard Löffler/Manuel Weber 13,0 Punkte, 2. Dr. Friedrich Gackenholz/Marko Erkic 10,5 Punkte, 3. Bernhard Mehrer/Alexander Ropertz 9,0 Punkte, 4. Michael Bofinger/Alexander Alber 9,0 Punkte, 5. Dr. Hans-Ulrich Rülke/Georg Braun 8,0 Punkte, 6. Prof. Dr. Bernd Domres/Christian Gheng 8,0 Punkte, 7. Michael Meier/Benjamin Ropertz 7,5 Punkte, 8. Conner Manns/Kai Dölker 7,0 Punkte.
„Spaß mit Kindern und Jugendlichen“ war das Motto für die Prominenten. Und offensichtlich hatten alle ihre Freude daran. Nicht nur Gastgeber Michael Bofinger, auch die vielbeschäftigten Politiker, Ärzte und Juristen würden dieses erfolgreiche und unterhaltsame Event von SVW und WSJ gerne wiederholen. Bis dahin werden sie vermutlich fleißig trainieren, um die erstaunlich guten Ansätze und ihr Schachtalent in weitere und noch größere Erfolge umzusetzen.
Harry Pfriender
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
